Dieser Text beschreibt Depression. Der untere Text beinhaltet die Depression Beschreibung. Soweit es sich um ein definierbares Objekt handelt, sollte hier eine Depression Definition vorhanden sein. Sollte eine Definition von Depression fehlen, kann diese von Ihnen verfaßt werden. Wir sind bestrebt die Beschreibung von Depression möglichst ausführlich zu halten.
Jeder Text bei Know-Library, sowie ein Teil davon (Definition, Beschreibung etc.), außer Bücher Beschreibungen kann bearbeitet werden. Falls die Beschreibung auf dieser Seite nicht korrekt ist klicken Sie auf 'Beschreibung editieren' um den Text zu korrigieren bzw. neuen einzufügen. Weitere Informationen und Bücher zum Thema Depression Beschreibung , so wie Link zum Forum finden Sie weiter unten. Eine Übersicht der Texte, die das Thema Depression beschreiben finden Sie auf der Seite alle Artikel über Depression. Fragen zu dem Thema Depression können im Forum gestellt werden. Klicken Sie hier um zu dem Forum zu wechseln.
Depression ArtikelDieser Artikel beschäftigt sich mit der Depression als Krankheit. Für sonstige Bedeutungen siehe bitte: Depression (Begriffsklärung)
Eine Depression (lat: deprimere, hinabdrücken) ist eine krankhafte psychische Störung,
die durch die Hauptsymptome gedrückte Stimmung, Interesselosigkeit beziehungsweise Freudlosigkeit und Antriebsstörung gekennzeichnet ist.
Depression ist keine Traurigkeit, sondern ein Zustand, im die Empfindung aller Gefühle reduziert ist. Betroffene beschreiben dies auch mit einem "Gefühl der Gefühllosigkeit".== Symptome ==Neben den bereits genannten Hauptsymptomen können unter anderem das Gefühl der Minderwertigkeit, Hilf- und Hoffnungslosigkeit, Schuldgefühle , Müdigkeit, verringerte Konzentrations- und Entscheidungsfähigkeit, sinnloses Gedankenkreisen, langsameres Denken, Reizbarkeit, Ängstlichkeit, vermindertes Gefühlsleben bis hin zur Unfähigkeit des Zeigens einer Gefühlsreaktion und verringertes sexuelles Interesse auftreten.
Häufig tritt bei einer akuten Depression eine völlige Unmotiviertheit auf. Die Betroffenen werden passiv und sind zu dem Teil nicht in der Lage, einfachste Tätigkeiten wie Einkaufen und Abwaschen zu verrichten. Bereits das morgendliche Aufstehen kann dann Probleme bereiten.
Häufig werden auch negative Gedanken und Eindrücke überbewertet und positive Aspekte nicht wahrgenommen beziehungsweise für zufällig gehalten.
Depressionen äußern sich häufig auch in körperlichen Symptomen (so genannte Vitalstörungen ) wie zu dem Beispiel Appetitlosigkeit, Schlafstörungen, Gewichtsabnahme, Gewichtszunahme, Verspannungen, Schmerzempfindungen in dem ganzen Körper, Kopfschmerzen und verlangsamten Bewegungen. Auch kann eine verstärkte Infektionsanfälligkeit beobachtet werden.
Die Schlafstörungen äußern sich dabei meist in großer Tagesmüdigkeit, Durch- und Einschlafstörungen sowie frühmorgendlichem Aufwachen und Wachbleiben mit Kreisdenken .
Je nach Schwere der Depression kann diese mit latenter oder akuter Suizidalität verbunden sein.
Es wird vermutet, dass der größte Teil der circa 12 Tausend Suizide pro Jahr in Deutschland (Männer: 8.800, Frauen: 3.400) auf Depressionen zurückzuführen ist. Damit sterben mehr Menschen in Deutschland an Depression als an Verkehrsunfällen.
Buch-Tipp: Am Beispiel meines Bruders. Eine ergreifende Aufarbeitung deutscher Geschichte Uwe Timm ist von seinem ersten Buch an stets schon ein ganz anderer" deutscher Autor gewesen, zeichnen sich seine Bücher durch einen hohen Grad an Authentizität bzw. Realitätsbezug aus. Die Gattung Roman oder Erzählung - auch wenn diese häufig den Buchdeckel verziert - ist darum letztlich... | |
Eine genaue Diagnose wird aufgrund der Komplexität von psychischen Erkrankungen häufig erst vom Experten, das heißt vom psychologischen Psychotherapeuten oder Psychiater gestellt.
In einigen Fällen ist die Depression mit anderen Erkrankungen verbunden, so dass sie von den behandelnden Ärzten nicht direkt erkannt wird.
Buch-Tipp: Beispiel Wahlen. Planung und Methoden des Politikunterrichts in der Praxis Interessante Materialsammlung Zunächst ist folgendes zu sagen: das Buch ist eine Fortdetzung von: Planung des Politikunterrichts. Eine Einführung, eben jenere Projektgruppe, die auch das vorliegende Werk herausgegeben hat. Insofern ist die Lektüre des Erstlingswerkes hilfreich, um den didaktischen Ansatz der Projektgruppe nachvollziehen zu können,... |
| |
Die Depression ist die am häufigsten auftretende psychische Erkrankung. Es gibt jedoch sehr unterschiedliche Zahlen darüber, wie hoch der wirkliche Anteil derjenigen ist, die davon betroffen sind. Das hängt zu dem einen mit der hohen Dunkelziffer zusammen (viele Depressionen werden nicht als solche erkannt) und zu dem anderen mit der Definition der Krankheit. Die meisten Veröffentlichungen gehen jedoch heute davon aus, dass in Deutschland mehr als 10 Prozent der Personen in dem Laufe ihres Lebens eine behandlungsbedürftige Depression durchleben.
Bei Frauen werden Depressionen in dem Durchschnitt doppelt so häufig wie bei Männern diagnostiziert. Dies kann auf eine verstärkte genetische Disposition von Frauen zur Depression hinweisen, aber auch mit den unterschiedlichen sozialen Rollen und Zuschreibungen zusammenhängen, da deutlich mehr Männer an meist depressionsbedingten Suiziden sterben als Frauen.
In den vergangenen Jahren wurde in den entwickelten Ländern ein starker Anstieg der depressiven Erkrankungen beobachtet, ganz besonders in den hoch industrialisierten Ländern. Die Ursachen dafür sind noch unklar, häufig wird jedoch der Stress in der Gesellschaft (in Form von gestiegener Beanspruchung und Unsicherheit durch die persönliche und berufliche Situation) mit verantwortlich gemacht. So wurde zu dem Beispiel nachdem Zusammenbruch der Sowjetunion eine schlagartige Zunahme von Depressionen und Suiziden in vielen osteuropäischen Staaten beobachtet. Eine weitere Ursache mag sein, dass die Stigmatisierung der Depression in den letzten Jahren weitgehend überwunden wurde und die Patienten heute häufiger ärztliche Behandlung suchen. Dies würde auch mit den Statistiken für Suizid übereinstimmen, nach denen in dem Jahre 1980 noch 18 Tausend Deutsche jährlich durch Suizid das Leben verloren, während es in dem Jahre 2 Tausend ca. noch 12 Tausend waren.
China, Kuba, Litauen, Mauritius, Marshall-Inseln, Russische Förderation und Sri Lanka sind die Länder mit der höchsten Suizidrate.
|
| |
Früher wurde unterschieden zwischen der endogenen Depression, die ohne erkennbare Ursache auftritt, (und bei denen eine rein genetische Ursache angenommen wurde), und der exogenen Depression, die Folge erkennbarer Ursachen ist (zum Beispiel nach einem Trauerfall).
Heute wird in dem Allgemeinen nicht mehr an dieser Klassifikation festgehalten, sondern die Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme (ICD-10) benutzt.
In ICD-10 wird unterschieden zwischen Episoden (einzelnen Vorkommen von Depression beziehungsweise Manie) und rezidivierenden Störungen (wiederholtes Vorkommen von Episoden). Die Schwere der Depression wird mit leicht, mittelgradig oder schwer genannt, hinzukommen können psychotische Störungen.
Bezüglich der angenommenen Ursachen ist wohl, wie bei vielen Erkrankungen, von einer Multikausalität auszugehen, das heißt dass sowohl biologische (genetische) Faktoren, wie entwicklungsgeschichtliche Erlebnisse, wie auch schließlich aktuelle Ereignisse eine Rolle spielen können. In dem Einzelfall kann dabei die Ursache mehr bei einem der genannten Pole liegen.
Bei der seltener anzutreffenden bipolaren affektiven Störung wechseln sich Depression und Manie (die sich durch unkontrollierte Hyperaktivität, gehobene Stimmung und mangelnde Kritikfähigkeit auszeichnet) in zeitlich unterschiedlich langen Phasen ab, daher auch die ältere Nennung manisch-depressive Erkrankung. In leichter, aber über Jahre andauernder Form wird sie als Zyklothymie genannt.
Manche Psychiater diagnostizieren eine spezielle Winterdepression (SAD), die durch Mangel an Sonnenlicht begünstigt wird. "SAD" steht für "Seasonal Affective Disorder". Eine weitere Sonderform ist die Altersdepression: bei den 70- bis 74-jährigen sind 14 Prozent depressiv, bei über 80-jährigen sind es 42 %, auch hier Frauen doppelt so häufig wie Männer. Allerdings gehen die Alterspsychiater heute davon aus, dass es keine spezielle Altersdepression gibt, sondern alle Formen der Depression auch in dem höheren Lebensalter vorkommen können. Auch geht man davon aus, dass Depressionen in dem Alter nicht häufiger sind als in anderen Lebensabschnitten.
Bei etwa 10 Prozent der Frauen kommt es nach einer Geburt zu einer postpartalen Depression, für die hormonelle Ursachen vermutet werden.
Eine Sonderform der Depression ist die anaklitische Depression (Anaklise = Abhängigkeit von einer anderen Person) bei Babys und Kindern, wenn diese allein gelassen oder vernachlässigt werden. Die anaklitische Depression äußert sich durch Weinen, Jammern, anhaltendes Schreien und Anklammern und kann in psychischen Hospitalismus übergehen.
|
| |
Die Ursachen, die zu einer Depression führen, sind noch nicht vollständig aufgeklärt. Neben der Möglichkeit einer genetischen Disposition stellt beispielsweise das Erleben von Entwertung, Erniedrigung und Verlust in engen Beziehungen ein hohes Risiko für das Entstehen einer Depression dar. Auch Stresssituationen (siehe unten) scheinen als Ursache eine Rolle zu spielen.
Diese psychischen Ursachen hinterlassen in der Regel physisch nachweisbare Reaktionen in dem Gehirn. Insbesondere in älteren Diagnoseansätzen der Schulmedizin wird diesen neuronalen Veränderungen an sich die auslösende Ursache für die Krankheit zugeschrieben. Andere Diagnoseansätze fokussieren mehr auf die Auslöser der biochemischen Veränderungen in der Umwelt und den Lebensgewohnheiten des Patienten.
Ein weiterer exogener beziehungsweise biogener Auslöser ist die Lichtaufnahme. Bei der so genannten saisonalen, auch: "Winter-" oder "Herbstdepression" (siehe oben) treten durch den Mangel an Sonnenlicht regelmäßig über die Wintermonate depressive Symptome auf, die in dem Frühjahr wieder abklingen.
|
| |
Als natürlicher Schutzmechanismus wird in dem Gehirn in Gefahrensituationen die Produktion von Serotonin gehemmt. Dieser Ablauf ist nachweisbar, während der hochkomplexe individuelle Sozialisationsprozess und das charakterlich-affektive Verhalten in dem Erleben des Menschen nicht so einfach nachzuweisen ist. Die Serotoninproduktion ist eine mögliche Reaktion des Gehirns auf interpersonelle (zwischenmenschliche) oder intrapersonelle (selbstreflektierte) Stressinteraktionen des Menschen. Sie spielt eine Schlüsselrolle bei weitsichtigem Denken, was aber in Gefahrensituationen nicht sinnvoll ist. Normalisiert sich die Situation wieder, so wird beim gesunden Menschen die Serotoninproduktion wieder aufgenommen - der Betreffende denkt wieder klar.
Besonders wenn mehrere Stresssituationen über einen Zeitraum von einigen Jahren anhalten, kann es vorkommen, dass sich die Serotoninproduktion nicht mehr normalisiert, wenn schließlich doch wieder eine ruhigere Phase in dem Leben eintritt. Depressionen werden in dem Alter von etwa 30 Jahren verstärkt beobachtet, zu einem Zeitpunkt also, da bei manchen Menschen nach einer stressreichen Jugendzeit das Leben in ruhigeren Bahnen verläuft. Das Serotoninniveau bleibt niedrig, und nun wird nicht mehr Stress in dem Leben bewältigt, sondern ein normaler, nicht übermäßig aufregender Alltag gedämpft. An dieser Stelle setzt die Depression ein. Das weitsichtige Denken ist gestört, was aber notwendig ist, um sich auf künftige Ereignisse freuen zu können. Viele psychologische Selbstschutzmechanismen (etwa der Gedankengang, dass an einem Problem auch andere schuld sein könnten, und nicht man selbst) sind bei Depressionserkrankten offenbar "ausgehebelt" oder konnten sich gar nicht erst ausbilden.
Eine anfängliche Krise kann einen Kranken in einen Teufelskreis reißen, den er allein ca. sehr schwer wieder durchbrechen kann: In dem Verlauf der Erkrankung zeigt sich, dass - gerade bei lange andauernden Depressionen - die Krankheit so starkins Leben der Betroffenen eingreift, dass zwischenmenschliche Beziehungen und auch zu dem Beispiel schulischer und beruflicher Erfolg darunter zu leiden haben. Das durch die Krankheit bedingte Ausbleiben von Erfolgserlebnissen beziehungsweise das häufigere Erleben von Rückschlägen in dem eigenen Fortkommen führt dann wiederins die Depression bestimmende Denkmuster von Hilfs- und Hoffnungslosigkeit.
Im Blut und Urin von Depressiven lassen sich in der Regel überhöhte Mengen des Stresshormons Kortisol nachweisen.
Buch-Tipp: Die Bergers. Beispiel einer erfolgreichen Familientherapie. Interessantes Beispiel für eine Familientherapie Die Geschichte von der Familientherapie wird aus dem Blickwinkel von einem der Therapeuten erzählt. Dieser hat die Assistenzarzt-Stelle und ist als Co-Therapeut tätig. Da ich mich selbst für das Thema Familientherapie interessiere, freute ich mich, als mir eine Freundin dieses Buch auslieh.
Der... |
| |
Verschiedene körperliche Zustände oder Erkrankungen können die Ursache einer symptomatischen Depression sein. Dazu zählen viele Hormonstörungen, beziehungsweise Veränderungen in dem Regelkreis der Hormone, zu dem Beispiel Umstellung der Sexualhormone nach der Schwangerschaft oder während der Pubertät, bei Schilddrüsenfunktionsstörungen und Hypophysen- oder Nebenierenerkrankungen .
Die Depressionen verschwinden aber in der Regel wieder bei richtiger Behandlung der Grunderkrankung, beziehungsweise Ende des auslösenden Zustandes.
|
| |
Aus der Zwillingsforschung ist bekannt, dass eine genetische Komponente bei der Neigung zu Depressionen wahrscheinlich ist. Vermutlich sind mehrere Gene für eine Anfälligkeit gegenüber Depressionen verantwortlich, so hat man etwa bei Depressiven eine relevant häufige Mutation auf dem Gen 5-HTT entdeckt.
|
Betrachtung aus physiologischer Sicht | |
Die Depression gehört zu den affektiven Störungen, wie auch die Manie und die manisch-depressive Erkrankung. Als gesichert gilt, dass bei jeder bekannten Form der Depression das serotonale und/oder noradrenale System gestört ist, das heißt, der Spiegel dieser Neurotransmitter ist zu hoch oder zu niedrig, oder die Resorption/Reizbarkeit der Synapsen ist verändert. Vollkommen unklar ist jedoch, ob die Veränderung in dem Serotoninspiegel eine Ursache oder eine Folge der depressiven Erkrankung ist.
Die medikamentöse Behandlung mit modernen Antidepressiva setzt bei der Veränderung des Serotoninspiegels an.
Buch-Tipp: Mikrocontrollertechnik. Am Beispiel der MSP 430-Familie Mikrocontrollertechnik. Am Beispiel der MSP 430-Familie by Matthias Sturm Dieses Lehrbuch führt in die Grundlagen der Mikrocontrollertechnik ein. Ausgehend von leicht verständlichen Grundschaltungen erklärt und beschreibt der Autor den Aufbau und die Funktion solcher Bausteine am konkreten Beispiel des MSP430F1232 von Texas Instruments. Dicht... |
| |
Depressionen können durch Psychotherapie, durch physikalische Maßnahmen und medikamentös (Antidepressiva) häufig wirksam behandelt werden. Häufig wird auch eine Kombination aus medikamentöser und psychotherapeutischer Behandlung angewandt.
Buch-Tipp: Optimierung für Suchmaschinen am Beispiel von Google. Grundlagen, Ranking, Optimierung Umsatzsteigerung mit Google Es ist schon erstaunlich, wieviele Websites mittlerweile abhängig sind von guten Platzierungen in Google und Co. Auch ich gehöre mit meinem Online-Shop leider dazu. Auf der Suche nach einer Abhandlung des Themas Suchmaschinenoptimierung, insbesondere bei Google, bin ich auf dieses Buch gestoßen.
Es hat mir aufgezeigt,... |
| |
Zur Behandlung der Depression werden verschiedene psychotherapeutischen Verfahren eingesetzt.
Am häufigsten wird heute - immerhin bei den bei psychologischen Psychotherapeuten - die kognitive Verhaltenstherapie angewandt. Dabei geht es vor allem deshalb, die depressionsauslösenden Denkmuster zu erkennen, um sie dann Schritt für Schritt zu verändern. Vorreiter dieser Therapieansätze waren unter anderem Albert Ellis und Aaron T. Beck. Neben der kognitiven Therapie hat sich in klinischen Studien die interpersonelle Therapie nach Weissman/Klerman als wirksam erwiesen. Vom wissenschaftlich-empirischen Standpunkt aus betrachtet, gelten diese beiden Therapieformen als die gegenwärtig wirksamsten nicht-psychopharmazeutischen Depressionsbehandlungen.
Auch tiefenpsychologisch und analytisch orientierte Verfahren werden in der Therapie der Depression eingesetzt. Bei diesen Verfahren wird versucht an den häufig schon in der Kindheit entstandenen psychischen Problemen und daraus resultierenden Haltungen zu arbeiten. Mit der Psychoanalyse arbeiten heute vor allem noch ärztliche Psychotherapeuten . Viele ärztliche Psychotherapeuten arbeiten jedoch auch mit anderen Verfahren.
In gruppentherapeutischen Verfahren wird versucht, die Tendenz zu dem Rückzug zu überwinden, die verringerten Interaktionsmöglichkeiten zu bessern und die häufig reduzierte Fähigkeit, Hilfe in Anspruch zu nehmen, zu fördern.
Rollenspieltechniken (zum Beispiel Psychodrama) können unter anderem helfen, den eigenen, häufig eingeengten und festgefahrenen Blick zu überwinden.
Buch-Tipp: Schulgrammatik Deutsch. Neue Rechtschreibung. Vom Beispiel zur Regel. (Lernmaterialien) Grammatik leicht gemacht Ich kann diese Grammatik voll und ganz für alle Eltern und Schüler empfehlen. Endlich ein Grammatikbuch, dass die Regeln sehr verständlich erklärt und mit sehr guten Beispielen illustriert. Die Schüler können einfach selber nachschlagen und finden alle typischen Grammatikthemen, die so in dem Deutschunterricht behandelt... |
| |
Aber auch in der medikamentösen Behandlung gab es in den letzten Jahren enorme Fortschritte: Neuere Antidepressiva (Serotonin-Wiederaufnahmehemmer, zu dem Beispiel Fluoxetin, bekannt zu dem Beispiel unter den Markennamen Prozac und Fluctin) haben deutlich kleinere Nebenwirkungen als die früheren Mittel. Sie wirken allerdings erst nach mehrwöchiger Einnahmedauer.
Insbesondere bei einigen älteren Medikamenten gibt es den Effekt, dass der Antrieb zuerst aktiviert wird, die stimmungsaufhellende Wirkung erst später einsetzt. Dies kann zu einer erhöhten Selbstmordgefahr führen, deswegen ist unter Umständen eine zeitweilige Beobachtung oder die gleichzeitige Gabe von dämpfenden Medikamenten angezeigt. Zur Minderung der Nebenwirkungen werden die meisten älteren Medikamente (Trizyklika) ein- und ausschleichend verabreicht.
Antidepressiva sind Medikamente, die Depressionen lindern oder beenden können. Dazu zählen:
1. Trizyklische Antidepressiva (Amitriptylin, Imipramin, Clomipramin)
2. MAO-Hemmer: Reversible Monoaminoxidase-A-Hemmer (RIMA: Moclobemid)
3. SSRI Selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (Fluoxetin, Fluvoxamin, Paroxetin, Citalopram, Sertralin)
4. NaSSA Noradrenalin-Serotonin-selektive Antidepressiva (Mirtazapin)
5. DSA Duales Serotonerges Antidepressivum (Nefazodon)
6. SNRI Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer (Milnacipran, Venlafaxin)
7. NARI Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer (Reboxetin)
8. SRE Serotonin-Wiederaufnahmeverstärker (Tianeptin)
9. Serotonin-Modulatoren (Trazodon)
10. Tetrazyklische Antidepressiva (Mianserin)
11. Johanniskraut wird häufig für leichte bis mittlere Fälle angewandt, die Wirksamkeit ist aber umstritten, da es sowohl klinische Studien gibt, die eine Wirksamkeit belegen, als auch solche, die keine Überlegenheit gegenüber Placebo zeigen.
12. Lithium, speziell für manisch-depressive Störungen und als Wirkungsverstärker anderer AntidepressivaAngesichts der Vielfalt an Antidepressiva bietet sich bei störenden Nebenwirkungen oder unzureichender Wirkung der Wechsel auf ein anderes Präparat an. Das sollte aber in jedem Fall mit dem behandelden Arzt besprochen werden.
|
| |
Bei der saisonalen Depression (siehe auch Saisonkrankheiten) hat sich die Lichttherapie bewährt. Einige Stunden unter einer Kunstlichtlampe, die Sonnenlicht nachempfindet, helfen bei dieser speziellen Erkrankung, dass während der Wintermonate keine depressiven Symptome auftreten.
|
Elektrische/elektromagnetische Stimulationen | |
Insbesondere bei schweren und über lange Zeit gegen medikamentöse Behandlung resistenten Depressionen kommen gerade in jüngerer Zeit wieder stärker nicht-medikamentöse Behandlungsverfahren zu dem Einsatz, deren Wirkprinzipien jedoch weitgehend unklar sind.
Das häufigste diesbezüglich eingesetzte Verfahren ist die Elektrokrampftherapie, ein Verfahren, das ursrprünglich aus der Epilepsie-Behandlung stammt. Dieses wurde sehr früh entdeckt, als bei Patienten mit Depression nach einem epileptischen Anfall bei anschließender Elektrokrapftherapie auch eine Verbesserung der Stimmung auftrat.
Derzeit in einigen Studien befindlich ist die Vagusnerv-Stimulation , bei der eine Art Herzschrittmacher in dem Abstand von einigen Minuten jeweils kleine elektrische Impulse an den Vagusnerv schickt. Diese Therapie, die ansonsten insbesondere bei Epilepsie-Patienten Anwendung findet, scheint bei etwa 30 - 40 Prozent der (ansonsten therapieresistenten!) Patienten anzuschlagen.
Ebenfalls getestet wird derzeit die transkranielle Magnetstimulation (TMS), bei der das Gehirn der Patienten durch ein Magnetfeld angeregt wird. Die Anzahl der mit den letztgenannten Verfahren behandelten Studienteilnehmer ist jedoch noch recht klein, so dass derzeit (2004) keine abschließenden Aussagen zu machen sind.
|
| |
Selbsthilfegruppen sind kein Ersatz für Therapien.
Selbsthilfegruppen können als lebenslange Begleitung und Rückzugsorte dienen. Einige Gruppen erwarten keine Voranmeldung so das Betroffene spontan bei akuten depressiven Phasen Hilfe suchen können. Hier können Betroffene das Gefühl bekommen unter Gleichen zu sein und verstanden zu werden. Als niedrigschwelliges Angebot haben sich Selbsthilfegruppen in dem ambulanten Bereich etabliert und leisten ein wichtigen Beitrag. In Krankenhäusern und Reha-Kliniken dienen sie dazu die Betroffenen wieder in ihrer Eigenverantwortung zu stärken und Selbstvertrauen zu erlangen
|
| |
Immer mehr Studien weisen darauf hin, dass eine ausgewogene, kohlenhydratreiche Ernährung mit reichlich Fisch Depressionen lindern kann. Allerdings halten die meisten Wissenschaftler die Wirkung der Nahrung auf das Gehirn für zu schwach, als das bei schweren Depressionen eine Heilung erzielt werden könnte.
Die "antidepressive" Kost sollte viel Obst, Gemüse und Olivenöl, jedoch wenig Fleisch oder Nüsse enthalten. Das für die Ernährung notwendige Protein sollte weitgehend aus Fisch stammen. Die kohlenhydratreiche Ernährung führt in dem Körper zu einer vermehrten Herstellung von Tryptophan, aus welchem in dem Gehirn der Botenstoff Serotonin aufgebaut wird. Serotonin wiederum spielt eine wichtige Rolle bei der Stressbewältigung und vermittelt Glücksgefühle. Depressionen stehen häufig in Zusammenhang mit einem Serotoninmangel in dem Gehirn.
Nicht ca. die Kohlenhydrate, sondern auch das Fischöl bzw. die darin enthaltenen Omega-3-Fettsäuren des Fisches sollen einen positiven Einfluss bei schweren Depressionen haben. So gibt es in Ländern wie Japan oder Taiwan, in denen traditionell Fisch ein Hauptbestandteil der Ernährung darstellt, rund 60 Mal weniger Depressive als in Deutschland, und auch die Selbstmordraten liegen in asiatischen Ländern weit niedriger – mögliche gesellschaftliche Einflüsse sollten in diesem Zusammenhang aber nicht vernachlässigt werden.
Eine Studie der Sheffield University mit 70 depressiven, therapieresistenten Patienten, denen hohe Dosen einer Omega-3-Fettsäure verabreicht wurde, zeigte bei mehr als zwei Drittel der Patienten eine Verbesserung des Zustands. Auf gängige Antidepressiva hatten diese Patienten dagegen nicht angesprochen.
Der Wirkungsmechanismus der Omega-3-Fettsäure ist noch nicht aufgeklärt, jedoch wird eine Interaktion von Fettsäure und Glücksbotenstoff Serotonin vermutet: ein Mangel an Serotonin wird häufig von einem Mangel an Omega-3-Fettsäure begleitet, umgekehrt scheint die Gabe der Fettsäure zur Erhöhung des Serotoninspiegels zu führen.
|
Weiteres zu dem Artikel Depression |
| Andere Leser interessierten sich auch für folgende Beschreibungen: | Alltag, Blick, Denken, Deutschland, Frauen, Herstellung, Hospitalismus, Kompendium, Neurotransmitter, Personen, Placebo, Serotonin, Spiegel, Suizid, Therapie, Training | | Schnellzugrif auf verwandte Texte: | | | NEU! Frage im Forum zum Thema: | | Wenn die Beschreibung 'Depression' Ihrer Meinung nach nicht korrekt ist oder in aktueller Version Fehler enthalten sind oder es fehlt die Depression Definition, dann klicken Sie bitte auf "Beschreibung bearbeiten" und schreiben Sie die Eigene Version des Textes. Die Änderungen in der Beschreibung werden sofort aktiv und für alle sichtbar. Ein Administrator wird Ihre Version der Beschreibung und Definition von 'Depression' nachher prüfen. Bitte achten Sie auf die Urheberrechte (Copyright). Wir sind für die besseren Beschreibung von 'Depression' und 'Depression' Definition sehr dankbar.
Alle Tipps zu den Bücher auf dieser Seite wurden automatisch generiert. D.h. die Bücher wurden aus einer Datenbank von dem Computer ausgesucht. Deshalb kann es vorkommen, dass vorgeschlagene Bücher nicht ganz der 'Depression' Beschreibung entsprechen.
|
|